Sandrosen

Die wasserlösliche Sandrose wird auch Wüsten-, Baryt- oder Gipsrose genannt. Sie ist ein bizarres Steingebilde, das aus Sandkörnern besteht, die in einen Kristall aus Gips oder auch aus Schwerspat (Baryt) eingeschlossen sind.

Sandrosen entstehen im Sand trocken-heißer Wüstengebiete. Durch die in den Klimagebieten schnell verdunstende Oberflächenfeuchtigkeit wird durch Kapillarkräfte Grundwasser nach oben befördert. Die gelösten Mineralien im Wasser kristallisieren durch die fortschreitende Verdunstung im lockeren Sand aus und bilden zusammen mit dem Sand die typische rosettenartige, blattförmige Kristallstruktur. Die Entstehung dieser Wüstenrosen geschieht unsichtbar im Wüstensand.

Sandrosen haben wegen der eingeschlossenen Sandkörner meist eine körnige Oberfläche und eine gelbliche, rötliche oder braune Farbe. Bei der Umschließung besonders vieler Sandkörner können Formen entstehen, die wie große, grobe Kristalle aussehen. Es kommen riesige, mehrere Meter große Sandrosen vor, aber auch kleine Ausfertigungen von einigen Zentimetern Radius sind möglich. Bei trockener Lagerung können sie ewig halten, sie sind durchaus stabil, und erfreuen sich daher auch bei Sammlern großer Beliebtheit.

Auf Mineralienbörsen oder in Sammlungen findet man bei uns meist Exemplare aus der algerischen, libyschen oder tunesischen Sahara. Dort und im Südwesten der USA sind sie vor allem zu finden, allerdings gibt es auch in Deutschland einen bekannten Fundort, die Wetterau in Hessen. Die Universität Marburg besitzt in ihrem Sortiment eine ca. 4 Tonnen schwere Sandrose von dort.

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